Wer fragt, führt!


Fragen müssen nicht so unangenehm sein, wie man es ihnen zuschreibt. Mit Fragen wird nebst Kuriosität und Neugier auch manchmal etwas Negatives assoziiert. Doch dies ist nicht mehr als ein Vorurteil, aus welchem Sie einen bedeutenden Nutzen ziehen können. Eine gute Fragestellung kann Wunder bewirken. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie das gehen soll.

Die Kunst der Fragestellung

Haben Sie schon mal eine überraschende Antwort auf einer Ihrer Fragen erhalten? Diese können eine negative sowie positive Überraschung sein und eine breite Palette an Emotionen auslösen. Doch weshalb erhalten wir Antworten auf Fragen von uns, die total ausserhalb unserer Vorstellungen liegen?

Dieses Phänomen hat eine einfache Erklärung.

Die von uns formulierte Fragestellung war ungeschickt und wir haben uns daher falsch ausgedrückt. Dadurch erhielt das Gegenüber diverse Interpretationsmöglichkeiten und beantwortete die Frage so, wie es die Fragestellung wahrgenommen hat. Daher ist es wichtig, dass man die Schuld nicht bei der anderen Person sucht, sondern an den eigenen Fähigkeiten feilt.

Ich bestimme die Qualität der Antwort durch meine Art der Fragestellung! 

Dumme Antworten gibt es daher fast nicht, denn solche Antworten werden durch einfältige Fragen hervorgerufen. Das Ziel einer konkreten Fragestellung ist es, den Gesprächspartner in eine von uns gewünschte Dimension zu holen.

Beim Fragen haben wir die Wahl bezüglich der Länge der Antwort

Unterschieden wird hierbei zwischen “geschlossenen” und “öffnenden” Fragen. Die erste Kategorie ermöglicht bloss ein Ja oder Nein als Antwort. Obwohl diese Antwort eher kurz ausfällt, ist sie konkret und daher nicht als unzureichend abzustempeln. Allerdings muss an dieser Stelle verdeutlicht werden, dass ein längerer Dialog alleine mit dieser Methode nicht möglich ist. In der Praxis wird diese Frageart verwendet, um eine Standortbestimmung zu erfragen oder ein Gespräch abzuschliessen.

Öffnende Fragen oder auch “W-Fragen” hingegen bieten ein grösseres Potential an Antwortmöglichkeiten. Die Art so zu fragen, können wir als “motivierende Fragestellung” bezeichnen. Durch die bewusste, offene Fragestellung werden die Mitarbeitenden in die Richtung der Zielsetzung gelenkt. Als “Gesprächsleiter” können wir jederzeit die eigenen Gespräche und ihre Wirkung kontrollieren.

Solange der Gesprächspartner spricht, schenkt er mir Informationen, deshalb; Solange ich rede, erfahre ich nichts! 

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