Soft Skills einer Führungskraft: Kommunikation im Arbeitsalltag


Eine erfolgreiche Führungskraft ist auch ein Spezialist in der effektiven Kommunikation. Mit diesen drei einfachen Tricks können Manager nicht nur ihre persönliche Wirkung steigern, sondern auch selbst die unangenehmsten Gespräche erleichtern und dadurch wertvolle Informationen für den Führungsalltag gewinnen.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!

In Präsentationen wird das Schweigen oft strategisch eingesetzt, um die Spannung aufzubauen oder bewusst die Aufmerksamkeit des Publikums zu erlangen. Im Führungsalltag hat diese Methode einen anderen Zweck: Jede gesprochene Minute ist ein wertvolles Geschenk für den Gesprächspartner. Je mehr die Führungskraft redet, desto weniger Informationen erhält sie. Je mehr das Gegenüber spricht, desto mehr Informationen erhält die Führungskraft. Dieses Wissen ist wichtig, weil es für die interne Prozessoptimierung oder für andere strategische Angelegenheiten verwendet werden kann. Indem Vorgesetzte schweigen und aktiv zuhören, werden sie von ihren Gesprächspartnern als aufmerksame Zuhörer wahrgenommen. Gleichzeitig profitieren Führungspersonen davon, indem sie dem Gegenüber ein gutes Gefühl geben und geschickt das Gespräch lenken können. Eine hohe kommunikative Kompetenz beweist, dass die Führungskraft nicht nur Worte, sondern auch Stille zur Erreichung ihrer Ziele bewusst anwenden kann.

Als Führungskraft lohnt es sich daher, in einem Gespräch zurückzutreten und das Gegenüber ausreden zu lassen. So können nämlich allfällige Missverständnisse klar werden: Wie oft haben Vorgesetzte das Gefühl, dass sie ihre Mitarbeitenden kennen, werden jedoch in einem persönlichen Gespräch vom Gegenteil überrascht? Durch das Zuhören und Fragen können somit Überraschungen entstehen, welche die interne Zusammenarbeit stärken können.

Fragen bewusst einsetzen

Hier gilt es, zwischen zwei Fragetypen und ihren Eigenschaften zu unterscheiden. Geschlossene Fragen bewirken oft nur zwei Antwortmöglichkeiten: Ja oder Nein. Der Einsatz von solchen Fragen lohnt sich, wenn man an einer konkreten Rückmeldung interessiert ist und somit keine weiteren Erläuterungen braucht. Offene Fragen, auch “W-Fragen” genannt, öffnen die Türen für ein breites Spektrum an Informationen und Ausführungen.

Somit lässt sich festhalten, dass eine Führungskraft ihre Ziele und die Gegebenheiten laufend analysieren soll, um ihre Kommunikation entsprechend anpassen zu können. Nicht jeder Fragetyp eignet sich für jede Situation.

Gesprächsnotizen machen und verwenden

Gesprächsnotizen sind nicht nur für die wichtigsten Mitarbeitergespräche da. Selbst im täglichen Austausch gilt es, relevante sowie nützliche Informationen schriftlich festzuhalten und sorgfältig zu dokumentieren. Dieses Wissen soll auch bei Bedarf bereinigt und bewusst im Arbeitsalltag verwendet werden. Es benötigt daher nebst der Wortgewandtheit auch Zeit, Disziplin und Ordnung, um die Kommunikation einer Führungskraft zu optimieren.

Fazit

Eine Führungskraft weiss, dass die erfolgreiche Kommunikation den bewussten Einsatz von verbalen sowie non-verbalen Signalen beinhaltet und setzt diese geschickt am Arbeitsplatz ein. Informationen bieten wertvolles Wissen zur Optimierung der internen Prozesse und Interaktionen. Daher notiert sich eine Person in der Führungsrolle stets die Kernaussagen eines Gespräches, sofern dieses nützlich sind für die Erreichung der Unternehmensziele oder die Weiterentwicklung des Betriebs.

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