Das Tadelsgespräch als Chance zur Motivation


Obwohl ein Tadelsgespräch unangenehm sein kann, muss dies nicht der Normalfall sein.

Grundsätzlich ist das Tadelsgespräch ein Sachgespräch. Dessen Ziel ist es, beim Mitarbeitenden eine positive Verhaltensänderung gegenüber einer Sache auszulösen. Um dies herbeizuführen, halten Führungskräfte Tadelsgespräche.

Was ist ein Tadelsgespräch?

Verstösst ein Angestellter zum wiederholten Mal gegen die Betriebsvorschriften oder die Regeln des allgemeinen Anstandes, so ist ein solches Gespräch mit aller Konsequenz zu führen. Dies gilt besonders dann, wenn das Fehlverhalten bereits in vergangenen Mitarbeitergesprächen konkret angesprochen wurde. Daher ist die Anordnung eines Tadelsgespräches nach mindestens zwei Qualifikationsgesprächen .

Mit welcher Einstellung und Zielsetzung führe ich ein Tadelsgespräch?

Das Ziel eines Tadelsgespräches ist es, dem Mitarbeitenden zum Wiederfinden der Selbstmotivation zu helfen. Zudem soll eine entscheidende Veränderung seines Verhaltens vollgezogen werden.

Was Führungskräfte oft nicht wissen…

Ein Tadelsgespräch ist in den meisten Fällen eine “Erlösung” für den Angestellten. Denn Mitarbeitende wissen im Normalfall ganz genau, wann ein solches Gespräch fällig wäre.

Was wird getadelt?

Dies ist natürlich bei jeder Person und in jeder Situation unterschiedlich. Grundsätzlich wird einerseits das Fehlverhalten selbst angesprochen: Was ist am Verhalten des Mitarbeitenden nicht angemessen? Welchen Verstoss begeht er mit seinem handeln?

Danach wird die Auswirkung des Fehlverhaltens thematisiert: Wie stört der Mitarbeitende den Arbeitsprozess? Wie wirkt sich sein Verhalten auf seine Teamkollegen aus?

Zuletzt ist es wichtig, dem Mitarbeitenden einen Denkanstoss zur Verhaltensänderung mitzugeben und mit ihm eine Deadline zur Umsetzung abzumachen. Im Idealfall korrigiert der Angestellte sein Fehlverhalten unverzüglich.

Wann darf ich ein Tadelsgespräch führen?

Die wichtigste Voraussetzung zur Führung eines Tadelsgespräches ist die Nachweisung des Tatbestandes sowie die Thematisierung des Fehlverhaltens in vorgängigen Gesprächen. Für die Führungskraft bedeutet dies, dass er die Verstösse des Mitarbeitenden gründlich dokumentiert. Solche Befunde bilden die Basis des Tadelgespräches.

Ein solches Gespräch ruft beim Angestellten einen tiefen Eindruck hervor. Deshalb arrangiert eine Führungskraft erst dann ein Tadelsgespräch, wenn die bisherigen Massnahmen den Missstand nicht ändern konnten.

Doch wie führt man nun ein solches Tadelsgespräch? Darum geht es im nächsten Beitrag.  

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