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Unser Beitrag im DER SPIEGEL: Was „Michael, Thomas und Andreas“ über Führung in Deutschland verrät

Inhaltsverzeichnis

Der Artikel „Michael, Thomas und Andreas machen Geschäfte“, den wir mit PR-Unterstützung initiiert haben, wurde im DER SPIEGEL veröffentlicht. Damit ist ein Thema in die öffentliche Diskussion gerückt, das viele Unternehmen betrifft – oft, ohne dass es aktiv hinterfragt wird.

 

Im Kern geht es um eine einfache, aber aufschlussreiche Beobachtung: Führungsebenen in deutschen Unternehmen sind häufig homogener besetzt, als man vermuten würde.

 

Ein Titel, der eine strukturelle Herausforderung sichtbar macht

Was zunächst wie eine zugespitzte Überschrift wirkt, beschreibt ein reales Muster. Bestimmte Profile sind in Geschäftsführungen und Entscheidungsgremien überproportional vertreten.

 

Das betrifft nicht nur Qualifikationen oder Karrierewege, sondern auch Geschlecht und soziale Prägung. Der Artikel macht damit etwas sichtbar, das im Alltag vieler Organisationen selbstverständlich geworden ist – und genau deshalb selten hinterfragt wird.

 

Warum sich Führung oft ähnelt

Strukturen in Unternehmen entstehen nicht zufällig. Sie entwickeln sich über Jahre hinweg und basieren auf etablierten Prozessen, Netzwerken und Auswahlmechanismen.

Führungspositionen werden häufig mit Personen besetzt, die bestehenden Profilen ähneln. Das schafft Vertrauen und Kontinuität, führt aber gleichzeitig dazu, dass sich Strukturen immer wieder selbst reproduzieren.

Das Ergebnis: Ähnliche Perspektiven treffen auf ähnliche Entscheidungslogiken.

 

Effizienz vs. Perspektivenvielfalt

Homogene Teams haben klare Vorteile. Entscheidungen können schnell getroffen werden, Abstimmungen verlaufen effizient, und gemeinsame Erfahrungswerte erleichtern die Zusammenarbeit. Gleichzeitig entstehen dadurch aber auch Grenzen.

 

Wenn unterschiedliche Blickwinkel fehlen, werden Entwicklungen oft später erkannt. Annahmen werden seltener hinterfragt, und neue Impulse haben es schwerer, sich durchzusetzen. Gerade in dynamischen Märkten kann das zu einem entscheidenden Nachteil werden.

Die grösste Wachstumsbremse sitzt oft nicht im Markt, sondern in der Struktur der Führung.

Werkzeugkasten: Führung reflektieren und weiterentwickeln

  1. Führung sichtbar machen
    Wie homogen ist die aktuelle Führung wirklich?
  2. Muster erkennen
    Welche Profile wiederholen sich – und warum?
  3. Entscheidungen analysieren
    Wer entscheidet – und wer nicht?
  4. Rekrutierung prüfen
    Wie breit ist der Kandidatenpool?
  5. Kriterien hinterfragen
    Nach welchen Massstäben wird ausgewählt?
  6. Perspektiven erweitern
    Werden unterschiedliche Meinungen aktiv einbezogen?
  7. Widerspruch zulassen
    Gibt es Raum für andere Sichtweisen?
  8. Strukturen statt Einzelfälle betrachten
    Wo entstehen systematische Muster?
  9. Führung neu denken
    Welche Perspektiven fehlen aktuell?
  10. Regelmässig reflektieren
    Was hat sich verändert – und was nicht?

Diversität als strukturelle Frage

Der Artikel zeigt: Vielfalt ist kein isoliertes Thema, sondern eng mit den grundlegenden Strukturen von Organisationen verbunden.

Unterschiedliche Perspektiven erweitern den Entscheidungsraum. Sie tragen dazu bei, Risiken differenzierter zu bewerten und Chancen frühzeitiger zu erkennen.

Dabei geht es nicht um einzelne Massnahmen oder kurzfristige Initiativen. Entscheidend ist, wie Organisationen aufgebaut sind – und welche Dynamiken sie fördern.

 

Anspruch und Realität liegen oft auseinander

Viele Unternehmen haben Diversität längst als Ziel formuliert. In Leitbildern und Strategien ist das Thema fest verankert.

Die Realität zeigt jedoch häufig ein anderes Bild. Gewachsene Strukturen, bestehende Netzwerke und implizite Entscheidungsmechanismen sorgen dafür, dass Veränderungen langsamer stattfinden als geplant.

 

Die entscheidenden Fragen

Statt schnelle Antworten zu liefern, lenkt der Beitrag den Blick auf grundlegende Fragestellungen:

  • Wie werden Führungspositionen tatsächlich besetzt?
  • Welche Kriterien spielen eine Rolle – bewusst oder unbewusst?
  • Welche Perspektiven sind vertreten und welche fehlen?

Diese Fragen sind zentral, wenn es darum geht, Organisationen langfristig weiterzuentwickeln.

 

Fazit: Ein Ausgangspunkt für Veränderung

Die Veröffentlichung im DER SPIEGEL zeigt, dass das Thema über einzelne Unternehmen hinaus Bedeutung hat.

Unser Artikel liefert keine einfachen Lösungen – aber er stellt die richtigen Fragen.

Und genau darin liegt sein Wert: als Impuls, bestehende Strukturen zu reflektieren und bewusster mit ihnen umzugehen.

Denn langfristig entscheidet nicht nur, wer Unternehmen führt –
sondern auch, wie vielfältig die Perspektiven sind, die in Entscheidungen einfliessen.

 

Wir wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung zur erfolgreichen Führung! 

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Quellen

  • Peter Beglinger Training AG: Arbeitsunterlagen und Trainingsinhalte von Dr. Oliver Mattmann 
  • Artikel von Oliver Mattmann in DER SPIEGEL, Link

In diesem Blogartikel werden aus Gründen der besseren Lesbarkeit teilweise das generische Maskulinum und teilweise das generische Femininum verwendet. Dabei werden jeweils alle Geschlechteridentitäten ausdrücklich miteinbezogen.

Dr. Oliver Mattmann

Oliver Mattmann ist Geschäftsführer und Trainer bei der Peter Beglinger Training AG. Sowohl als Trainer als auch als Buchautor überzeugt er mit seinen praxisnahen Inhalten. 

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